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Erste Ausgabe - "Sinn und Unsinn"

In der ersten Ausgabe zum Thema "Sinn und Unsinn" nähern sich die Autoren diesen beiden Begrifflichkeiten auf unterschiedliche Art und Weise und unternehmen ihrerseits den Versuch einer Definition. 

  • Mahdi Esfahani beschäftigt sich mit seinem Artikel  "An den Grenzen des Sinns - Ist Unbegrenztheit gleichbedeutend mit Unsinn?" mit der höchsten Form von Sinn und Sinnhaftigkeit, nämlich Gott. Dabei wird Gott unbegrenzt verstanden, woraus sich die Frage nach seiner Unbegrenztheit stellt und welche epistemologischen Konsequenzen sich hieraus für eine Gotteserfahrung ergeben. 
  • Marc Hieronimus versucht in seinem Artikel "Wachstumswahnsinn - Vor und Nachdenker der Philosophie des Rückgangs" zu verdeutlichen, dass der technologische Fortschritt trotz seines augenscheinlichen Nutzen für die Menschheit durchaus eine Vielzahl an unsinnigen Gefahren birgt. Er stellt wichtige Vor- und Nachdenker einer Bewegung vor, die sich "Décroissance" nennt und für eine "Philosophie des Rückgangs" plädiert. 
  • Hamid Reza Yousefi zeigt, dass die Suche nach Sinn einer tiefen Sehnsucht entspringt. In seiner Begriffsgeschichte zu "Was ist Sehnsucht?" sucht er eine Antwort bei verschiedenen Künstlern und Denkern, die die Geistesgeschichte bedeutsam geprägt haben, wobei Sehnsucht in den verschiedenen Epochen unterschiedlich aufgefasst und definiert wird.
  • Lutz Richter-Bernburg macht sich basierend auf drei Fragen Immanuel Kants über das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft Gedanken, nämlich "was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?". Sein Artikel "Aggiornamento oder Irrelevanz" beleuchtet er die Rolle hinsichtlich ihrer Sinnproduktion und hinterfragt ihren exklusiven Anspruch auf Wahrheit. 
  • Timotheus Schneidgger beschäftigt sich in seinem Artikel "Angesichts des Absurden - Von der metaphysischen Revolte zur islamischen Revolution" mit dem Begriff der "Revolte" aus der Sicht des Philosophen Albert Camus und überträgt ihn auf die Ereignisse de Islamischen Revolution 1979 im Iran. Dabei verleiht er dem Begriff der Revolte eine metaphysischen Bedeutung und entwickelt daraus eine "Ethik der Solidarität und der Auflehnung gegen das menschliche Schicksal, die aufzeigt, wie die postmoderne Sinnleere zu überwinden ist".
  • Akin Emanuel Sipal wirft einen Blick auf eine Zeit, die irgendwo zwischen Osmanischen Reich, Industrialisierung und Aufbruch in die Moderne verlorengegangen zu sein scheint. Anlass zu einer persönlichen Reflexion über seinen Ur-Ur-Großvater, der 1918 vor den Briten in Istanbul fliehen musste, behandelt er das Gefühl des Abgetrennt-Sein und die Sehnsucht nach dem Ursprung und der Vereinigung mit dem Ganzen. Dabei nimmt er Bezug auf Walter Benjamin, den europäischen "Flaneur" als einen "Suchenden ohne weltliches Ziel" und vergleicht ihn mit den orientalischen Sufis und deren Suche nach Gott. 

Klicken Sie hier für die Abstracts der einzelnen Artikel.

Die Zeitschrift erscheint halbjährig und kostet 10 Euro (8 Euro bei einem Abonnement).
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